Chronik

Zunächst unterrichteten die Pfarrer die Kinder im Kirchspiel Isselhorst. Sie gaben diese Aufgabe später an die Küster ab, die dann sowohl als Küster, Lehrer und Organisten tätig waren. Erst um 1900 wurde die Zuständigkeit von Kirche und Staat getrennt. Ein erstes Schulgebäude wurde 1804 als Fachwerkbau errichtet. Das noch bestehende alte Schulhaus an der Haller Straße wurde jedoch erst im Jahre 1892 gebaut und erhielt 1929 die Turnhalle (heutige Festhalle), die für Schul- und Vereinssport gleichermaßen genutzt wurde. Da die Kinderschar im Kirchspiel groß war, gab es neben der Dorfschule kleine Nebenschulen in Hollen, Niehorst und Holtkamp. Erst mit der Schulreform von 1968 kam das Ende dieser Zwergschulen. Die Volksschulen wurden aufgelöst und in Grund- und Hauptschulen getrennt. (aus: Renate Plöger, „Küster, Lehrer, Organist“ – Schulen und Unterricht im Kirchspiel Isselhorst, in: Ortschronik anlässlich der 950-Jahr-Feier) Alle Grundschulkinder im Kirchspiel besuchten nun das Schulgebäude im Dorf.

Unser jetziges Schulgebäude, erbaut im Jahre 1969, stand erst in Gütersloh am Mozartweg (damals die Grundschule Pavenstädt) und wurde 1978 nach Isselhorst versetzt. Ein erster Anbau vergrößerte die Schule um drei Räume. Steigende Schülerzahlen ließen eine erneute Erweiterung nötig werden. Im Schuljahr 1995/96 wurden zwei weitere Räume im neuen Anbau ihrer Bestimmung übergeben. Im Sommer 2003 wurden alle alten Klassenräume sowie die Eingangshalle komplett saniert. 2004 erfolgte eine erneute Erweiterung der Schule. In einer recht turbulenten Umbauphase entstanden drei neue Räume und eine neue Toilettenanlage. Im Frühjahr 2005 wurde die neugestaltete Schule dann mit einem rauschenden Fest eingeweiht.

Im Zuge der Umwandlung unserer Schule in eine Offene Ganztagsgrundschule wurde im Schuljahr 2007 ein weiterer Raum angebaut, der sowohl im Vormittagsbereich als Musikraum wie auch im Nachmittagsbereich als Aufenthaltsraum dient. Im Schuljahr 2012/13 wurde der OGS mit einem ehemaligen Klassenraum ein weiterer Raum zur alleinigen Nutzung zur Verfügung gestellt. Trotzdem wurde die räumliche Situation mit steigenden Anmeldezahlen im Ganztagesbereich zunehmend schwieriger. Wir teilen uns inzwischen mit den Isselhorster Vereinen den Turnhallenvorraum, so dass dort eine zweite Mensa entstanden ist, die im Nachmittagsbereich auch für Kurse genutzt wird. Trotzdem bleibt es eng, denn im Schuljahr 2017/18 betreuen wir insgesamt 156 OGS- und 40 Randstundenkinder. Um den Ganztageskindern mehr Struktur und mit dem eigenen Klassenraum auch einen geschützten und übersichtlichen Raum zu bieten, haben wir im Schuljahr 2017/18 erstmalig Ganztagesklassen gegründet. Diese Klassen werden jeweils von einem Team aus Lehrerin und Erzieherin begleitet, die etliche Unterrichtszeit gemeinsam mit den Kindern verbringen. Der Klassenraum wird so als Lern-, Spiel- und Freizeitraum genutzt.