Es ist Lesestunde

Lesen hat eine Schlüsselfunktion für den Schulerfolg und auch für den kompetenten Umgang mit den verschiedenen neueren und neuesten Medien. Es fördert wichtige kognitive Fähigkeiten. Kinder unterscheiden sich erheblich in ihrer Leseerfahrung, ihrer Lesekompetenz und ihren Lesevorlieben. Deshalb muss der Unterricht ein breites Leseangebot bereithalten. Für den Aufbau einer Lese-Schreib-Kultur in unserer Schule soll neben einer leseförderlichen Lernumgebung mit Schul- und Klassenbücherei im Unterricht die besondere Förderung der Lesefähigkeiten, der Lesemotivation und des Leseverständnisses der Kinder treten.

Als eine wichtige Möglichkeit der Leseförderung und der Förderung des selbstvergessenen Lesens wurde in unserer Schule die Einrichtung freier Lesezeiten in Form einer regelmäßigen Lesestunde festgeschrieben, um so den Aufbau und die Förderung von Lesemotivation und Leseinteressen zu unterstützen.

Um die Lesestunde fest zu etablieren und den Ablauf zu ritualisieren, werden bestimmte Vorgaben und Regeln verabredet.

Was sind freie Lesezeiten?

Die Kinder vertiefen sich individuell in die Bücher ihrer persönlichen Wahl. Nicht alle lesen zur gleichen Zeit denselben Text. Jedes Kind liest entsprechend seinen Interessen und seinem Tempo den Lesestoff, den es sich ausgesucht hat.

Ablauf einer Lesestunde

Die Lesestunde findet regelmäßig zu einem festen Termin statt.

Gemeinsamer Beginn

Wenn eine Buchvorstellung angemeldet wurde, nimmt das Kind auf dem Lesethron Platz und stellt das ausgewählte Buch vor.

Zeit zur Orientierung

Die Kinder versorgen sich mit Lesestoff, machen es sich gemütlich und beginnen zu lesen.

Zeit zum freien Lesen

In einer ruhigen Phase lesen die Kinder ihr mitgebrachtes oder ausgeliehenes Buch, notieren ihre Leseerfahrungen im Lesetagebuch oder bereiten eine Buchvorstellung vor.

Ende der Lesestunde

Die Kinder geben dem Ausleihdienst Bücher zurück oder leihen Bücher aus. Über das Gelesene kann in einer kurzen Runde gesprochen werden.

Jedes Kind führt ein selbstgestaltetes Lesetagebuch, dessen Nutzung gemeinsam erarbeitet und verabredet wird. Jedes gelesene Buch findet sich zumindest mit einer Kurznotiz im Tagebuch wieder. Weitergehende Eintragungen sind freiwillig.