Leitbild

Ein Kind, das ermuntert wird, lernt Geduld

Unterricht ist immer auch Erziehung. Nicht allein die Vermittlung von Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten steht im Mittelpunkt allen schulischen Tuns, sondern vor allem die Förderung jedes Kindes in seiner persönlichen Entwicklung und in seinen sozialen Verhaltensweisen. Ermutigende Erziehung gibt Kindern Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und schafft so die Voraussetzung für erfolgreiches Lernen einerseits und die Entwicklung sozialer Kompetenz andererseits.

Ziel unserer Bemühungen soll also sein, in den uns anvertrauten Kindern Lernfreude und Lernbereitschaft zu wecken und zu erhalten, sie handlungsfähig zu machen und damit erste Vorbereitungen auf eine mündige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu treffen.

Ein Kind, das gelobt wird, lernt Bewertung.

Kinder sind bereit zu lernen und Leistungen zu erbringen. Unsere Aufgabe muss es sein, diese Bereitschaft zu erhalten und zu stärken. Das kann nur gelingen, wenn jedes Kind spürt, dass seine Bemühungen anerkannt werden und es so Leistung und Anstrengung als erstrebenswert erfahren kann.

Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten und die eigene Leistungsfähigkeit wird durch individuelle Förderung und Unterstützung der unterschiedlichen Lernmöglichkeiten und Lernprozesse eines jeden Kindes geweckt und stabilisiert.

Ein Kind, das Freundlichkeit erfährt, lernt Freundschaft.

Im offenen Miteinander lernen Kinder, gemeinsam zu arbeiten, zu planen, Probleme zu lösen und Konflikte zu regeln. Klasse und Schule als „Wir“ zu erfahren, mit den eigenen Bedürfnissen ernst genommen zu werden, aber auch Grenzen zu erkennen und andere Menschen respektieren zu lernen, kann das individuelle soziale Lernen bereichern und vorantreiben.

Schule als Lern- und Lebensort soll Kindern die Möglichkeit vermitteln, mit Freiräumen auf angemessene Weise umgehen zu lernen.

Ein Kind, das Geborgenheit erlebt, lernt Vertrauen.

Das Eingebundensein in eine feste Gemeinschaft, die Erkenntnis, mit allen Stärken und Schwächen angenommen zu werden, die Verlässlichkeit zeitlicher, räumlicher und sozialer Strukturen in der Schule lassen die Kinder eine Geborgenheit erfahren, die wichtig ist für die Entwicklung von Vertrauen in sich und andere.

Nur so kann es gelingen, dass Kinder sich ihrer Umwelt öffnen und neugierig zuwenden. Ein Fundament wird geschaffen, von dem aus sie die Grenzen ihres Wissens und Könnens immer weiter ausdehnen. Aus dem Gefühl der Geborgenheit heraus kann die Welt erforscht und erfahren werden.